Diamanttyp


Unterschiedliche Diamanttypen
Die einzelnen Diamant -Typen lassen sich verhältnismäßig leicht per UV/A-VIS-NIR
oder Infrarotspektroskopie unterscheiden


Typ I
enthält Stickstoff

Typ II
enthält kein Stickstoff

Typ 1aA


Typ 1aB

Typ 1b

Typ IIa


Typ IIb

A-Zentren
Stickstoffpaare
B-Zentren
4N + Leerstelle
Isolierte
Stickstoffatome
Keine Stickstoff-
oder Bor Gehalte
enthält Bor










Typ Ia-Diamanten zeigen oft scharfe Absorptionsbänder mit dem Hauptband bei 415,5nm (N3) und schwächeren Linien bei 478nm (N2), 465nm, 452nm, 435nm und 423nm (die "Kapslinien"), die durch die N2 und N3 Stickstoffzentren verursacht werden.

Sie zeigen auch Blaufluoreszenz zur Langwellen-Ultraviolett-Strahlung aufgrund der N3-Stickstoffzentren (die N3-Zentren beeinträchtigen die sichtbare Farbe nicht, werden aber immer von den N2-Zentren begleitet, die dies tun).

Braune, grüne oder gelbe Diamanten zeigen ein Band im Grün bei 504nm (H3 Zentrum), manchmal begleitet von zwei zusätzlichen schwachen Bändern bei 537nm und 495nm (H4-Zentrum, ein großer Komplex, der vermutlich 4 nitrogen Ersatzstickstoffatome und 2 Gitterleitearten umfasst).

Typ Ib macht etwa 0,1% aller natürlichen Diamanten aus. Sie enthalten bis zu 0,05% (500 ppm) Stickstoff, aber die Unreinheiten sind diffuser: Die Atome sind in isolierten Stellen im gesamten Kristall verteilt. Typ Ib Diamanten absorbieren neben Blau grünes Licht und haben eine intensivere oder dunklere gelbe oder braunere Farbe als Typ Ia Diamanten. Die Steine haben eine intensive gelbe oder gelegentlich braune Tönung; die seltenen kanisterigen Diamanten gehören zu dieser Art, die nur 0,1% der bekannten natürlichen Diamanten ausmacht. Das sichtbare Absorptionsspektrum ist graduell, ohne scharfe Absorptionsbänder.

Diamanten
Typ II haben keine messbaren Stickstoffverunreinigungen. Typ-II-Diamanten absorbieren in einer anderen Region des Infrarots und übertragen im ultravioletten unter 225 nm, im Gegensatz zu Typ-I-Diamanten. Sie haben auch unterschiedliche Fluoreszenzeigenschaften. Die gefundenen Kristalle sind in der Regel groß und unregelmäßig in Form. Typ II Diamanten bildeten sich unter extrem hohem Druck für längere Zeit.

Internetdokumentation: https://en.wikipedia.org/wiki/Diamond_type